Glossar - Fachbegriffe im Digitaldruck
Um den Zugang zu dots Pilot 2 zu erleichtern, haben wir ganz bewusst auf die Verwendung von traditionellen Fachbegriffen der Druckvorlagenherstellung verzichtet. Das Glossar beinhaltet daher auch Begriffe, die für den Betrieb von dots Pilot 2 nicht benötigt werden, aber Fachbegriffe aus diesem Bereich sind. Klicken Sie einfach auf das Pluszeichen, um eine Begriffsdefinition zu öffnen.
Appletalk
Auflösung
Ausschießen
Ausschießschema
Blatt
Bogenmontage
Broschüre
Bundzuwachs
Computer-To-Plate
Drag&Drop
Druckbild
Druckbogen
DSC-Kommentare
Duplex
EPS
Klebebindung
Klientenrechner
LPI
Netzwerkprotokoll
Nutzen
Papierformat
Passermarke
PDF
Pixel
PPD-Datei
POD - Print on Demand
PostScript
PostScript Punkt
Raster
Raster Image Processor (RIP oder auch Controller)
Rasterweite
Rasterwinkel
Seite
Schnittmarke
Schnittstelle
Ursprungsformat
Vakatseite
Appletalk
Netzwerkprotokoll, welches von der Firma Apple für das Ethernet entwickelt wurde, um Daten zwischen Macintosh-Computern und Druckern auszutauschen.
Auflösung
Maximale Anzahl von Pixeln pro Längeneinheit, die ein digitales Ausgabegerät, z.B. ein Laserdrucker, darstellen kann. Die Angabe erfolgt in dpi (dots per inch, Punkte pro Zoll). Die Auflösung ist nicht zu verwechseln mit der Rasterweite, welche in lpi (lines per inch, Linien pro Zoll) angegeben wird.
Ausschießen
Anordnen der einzelnen Seiten eines Dokuments auf einem Druckbogen. Die Art und Weise, in der die Seiten auf einem Druckbogen platziert werden, wird durch das Ausschießschema bestimmt. Der Prozess des Ausschießens sorgt dafür, dass nach dem Falzen, Zusammentragen und Schneiden der gedruckten Bogen alle Seiten in der richtigen Reihenfolge liegen.
Ausschießschema
Das Ausschießschema zeigt an, wie man die Gesamtzahl der Nutzen (Seiten) eines Dokuments einteilen und wie oft und auf welche Weise man den einzelnen Druckbogen nachher falzen oder brechen muss. Insgesamt soll die wirtschaftlich günstigste Drucklegung erreicht werden.
Blatt
In dots Pilot 2 wird Blatt synonym zu dem in der Druckindustrie verwendeten Begriff Bogen bzw. Druckbogen verwendet.
Bogenmontage
Einpassen der Seiten eines Dokuments auf einem Druckbogen. Die Platzierung erfolgt nach den Vorgaben des Ausschießschemas.
In der traditionellen Druckvorstufe werden die kopierfähigen Filme der einzelnen Seiten auf einer transparenten Folie montiert. Diese dient dann als Kopiervorlage für die Druckplatte.
Broschüre
Eine Broschüre beinhaltet eine Anzahl gedruckter Seiten, die in einer bestimmten Art gefalzt und gebunden werden. Im Vergleich zu einem Buch besteht eine Broschüre aus weniger Seiten und erfordert eine andere Bindetechnik.
Bundzuwachs
Bei im Rücken gehefteten Broschüren werden die Bögen zunächst gefalzt und dann ineinander gesteckt. Aufgrund der Papierstärke und des endlichen Biegeradius des Papiers sind die äußeren Druckbögen etwas größer als die inneren. Der Bund, d.h. der Bereich zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten auf dem Bogen, muss nach außen hin von Bogen zu Bogen wachsen, damit die Seiten der fertigen Broschüre genau übereinander liegen.
Computer-To-Plate
Oberbegriff für Verfahren zur direkten Herstellung von Offset-Druckplatten nach digitalen Daten.
Druckbild
Bereich auf dem Druckbogen, der von den positionierten Seiten eingenommen wird. Das Druckbild kann kleiner oder größer sein als der Druckbogen.
Druckbogen
Bedruckter Bogen Papier, auf dem eine oder mehrere Seiten (Nutzen) so angeordnet sind, wie es bei der Bogenmontage festgelegt wurde. Bevor das Druckerzeugnis fertig ist, müssen die Druckbögen gegebenenfalls noch gefalzt und geschnitten werden.
Bei Computer-To-Plate-Systemen und bei elektronischen Drucksystemen besteht kein Unterschied zwischen der Herstellung einer Druckplatte und der eines Druckbogens.
DSC-Kommentare
Abkürzung für Document Structuring Convention, zu deutsch etwa Vereinbarung zur Dokumentenstrukturierung. Betrifft die einleitenden Zeilen von PostScript-Dateien die als Kommentare ausgewiesen sind, also den nachfolgenden Programmcode kurz beschreiben. DSC-Kommentare sind keine Pflicht, daher werden sie von den verschiedenen Programmen und Druckertreibern in unterschiedlicher Qualität erzeugt. Die DSC-Kommentare können unter anderem Auskunft über die Gesamtseitenanzahl, die verwendeten Schriften und den Ursprung der PostScript-Datei geben.
Duplex
Bei digitalen Drucksystemen das Bedrucken von Vorder- und Rückseite des Papiers in einem Arbeitsgang.
EPS
Abkürzung für Encapsulated PostScript. Zu deutsch etwa eingeschlossenes PostScript. Das PostScript-Programm ist mit einem definierten Vorspann und Endezeichen versehen. Das EPS-Format wird verwendet, um ein PostScript- Programm in ein bestehendes Dokument einzufügen. Für dots Pilot 2 unterscheidet sich eine EPS-Datei nicht von einer PostScript-Datei, außer durch die ersten klassifizierenden Zeilen.
Klebebindung
Neben der Fadenheftung ist die Klebebindung ein weit verbreitetes Weiterverarbeitungsverfahren von Druckprodukten. Bei den Methoden der Klebebindung werden die gefalzten Bögen zusammengetragen und im Bund gefräst oder abgefasst, bevor der Umschlag angeleimt wird.
Klientenrechner
Computer, der auf Daten oder Programme von anderen Computern in einem Netzwerk (sogenannte Server) zurückgreift.
Netzwerkprotokoll
Verfahrensvorschrift, nach der Daten über ein Computernetzwerk übertragen werden. Verschiedene Netzwerkprotokolle können auf demselben Netzwerk (z.B. Ethernet) verwendet werden, unter Umständen sogar gleichzeitig. Beispiele für gängige Netzwerkprotokolle sind AppleTalk, TCP/IP oder Novell IPX.
Nutzen
Seiten, die auf demselben Blatt angeordnet sind. Die Bezeichnung wird häufig im Sinne mehrerer gleicher Exemplare (Mehrfachnutzen) verwendet.
Papierformat
Das Papierformat ist durch die Einführung von Normformaten wie z.B. DIN-Formaten weitgehend vereinheitlicht. Grundlage der DIN-Formate ist die „A“- Reihe. Die Formatreihe mit dem Ausgangsbogen von 1 qm Flächeninhalt gilt als Vorzugsreihe DIN A. Da aber die einzelnen Formatklassen der A-Reihe nicht für alle Zwecke genügen können, hat man zusätzlich die Formatreihe DIN B und DIN C geschaffen.
Passermarke
Fadenkreuz auf dem Druckbogen, das bei der Bogenmontage und auch beim Einrichten der Druckplatte die exakte Ausrichtung mehrerer Farbauszüge übereinander ermöglicht.
Abkürzung für Portable Document Format, etwa übertragbares Dokumentenformat.
Ein von der Firma Adobe entwickeltes, von PostScript abgeleitetes Format zum Austausch von Dokumenten zwischen verschiedenen Betriebssystemen.
Pixel
Abkürzung für Picture Element. Auf digitalen Geräten, wie z.B. Laserdruckern, kleinster darstellbarer Bildpunkt.
PPD-Datei
Abkürzung für PostScript Printer Description, Druckerbeschreibungsdatei. Diese Datei enthält Informationen über Leistungsmerkmale eines Druckers wie z. B. die unterstützten Papierformate und die nicht bedruckbaren Ränder des Papiers oder Duplex- bzw. Sortierfunktionen. PPD-Dateien werden bei der Druckerinstallation benötigt.
POD - Print on Demand
Abkürzung für Printing On Demand, Drucken nach Bedarf. Vermeidet Lagerhaltung von Druckplatten oder fertigen Druckerzeugnissen durch bedarfs- und zeitgerechte Produktion der gerade benötigten Auflagen mit digitalen Systemen. Vergleichbar mit Just-In-Time-Produktion in der Automobilindustrie.
PostScript
Von der Firma Adobe entwickelte Programmiersprache, die auf die Bedürfnisse grafischer Anwendungen ausgerichtet ist. In PostScript lassen sich Layout und Inhalt von Seiten beschreiben, weshalb PostScript als Seitenbeschreibungssprache bezeichnet wird. Das PostScript-Programm, welches eine Seite beschreibt, ist dabei von bestimmten Computern, Ausgabegeräten oder Betriebssystemen unabhängig. Adobe gibt an, dass etwa 5000 Programme auf dem Markt sind, die mit PostScript-Daten umgehen können.
PostScript Punkt
Ein PostScript-Punkt ist 1/72 Zoll. Ein Zoll hat 25,4 mm. Um einen Wert in PostScript-Punkt in Millimeter umzurechnen, muss er zunächst durch 72 dividiert und dann mit 25,4 multipliziert werden. Beispiel: 522/72 ergibt ,25". 7,25"*25,4 ergibt 184,1 mm.
Raster
Regelmäßige Anordnung von Punkten oder kleinen Flächen zur Nachbildung von Halbtönen (Grauschattierungen). Raster sind bei allen Druckverfahren erforderlich, die beim Farbauftrag nur zwei Möglichkeiten (Farbe / keine Farbe, z.B. Offsetdruck) unterscheiden können.
Bei digitalen Verfahren wird jeweils eine bestimmte Anzahl Pixel zu einer Rasterzelle zusammengefasst. Ist die Rasterzelle z.B. 8 x 8 Pixel groß, lassen sich damit 8 x 8 = 256 verschiedene Graustufen simulieren, je nachdem, wie viele der 256 Pixel schwarz bzw. weiß sind. Die nutzbare Auflösung wird dadurch allerdings verringert, bei einem 400-dpi-Drucker stehen nur noch 400 / 8 = 50 Rasterzellen pro Zoll zur Verfügung.
Raster Image Processor (RIP oder auch Controller)
Spezialisierter Computer, der Daten, die ein Dokument beschreiben, zur Ausgabe auf einem digitalen Ausgabegerät (Drucker, Filmbelichter, etc.) aufbereitet. Das Dokument ist in einer Seitenbeschreibungssprache, z.B. PostScript, definiert.
Der Raster Image Processor interpretiert die PostScript-Beschreibung, errechnet daraus die Seiten und gibt diese auf dem Ausgabegerät aus. Das Programm, das die Seiten auf dem Raster Image Processor berechnet, ist der PostScript Interpreter.
Rasterweite
Anzahl der Rasterzellen pro Längeneinheit. In der Computerwelt erfolgt die Angabe meistens in lpi (lines per inch, Linien pro Zoll), während die traditionelle Drucktechnik die Rasterweite in Linien pro cm angibt. Ein „60er Raster“ (60 Rasterzellen pro cm) entspricht somit 152,4 lpi.
Die Rasterweite in lpi ist nicht zu verwechseln mit der Auflösung in dpi.
Rasterwinkel
Werden die einzelnen Rasterzellen genau horizontal nebeneinander bzw. vertikal übereinander angeordnet, ist das Ergebnis unbefriedigend. Um den visuellen Eindruck zu verbessern, wird die gedachte Linie entlang der Rasterzellen um den Rasterwinkel gegenüber der vertikalen Achse gedreht. Wenn nur schwarz gedruckt wird, benutzt man meistens einen Rasterwinkel von 45 Grad.
Seite
Dokumente bestehen aus ein oder mehreren Seiten, wobei für das Seitenformat üblicherweise ein normiertes Papierformat verwendet wird.
Schnittmarke
Markierung auf dem Druckbogen, die das Endformat des Druckerzeugnisses angibt. Der Beschnitt entlang der Schnittmarken ist notwendig, wenn entweder die Seite bis zum Rand bedruckt werden muss (Anschnitt) oder ein mehrseitiges Druckerzeugnis geheftet bzw. gebunden wird.
Schnittstelle
Vorrichtung, durch die sich ein Gerät an ein oder mehrere andere Geräte anschließen lässt, um Daten zu übertragen. Nach außen hin sichtbar ist eine Buchse oder ein Stecker zum Anschluss eines Verbindungskabels.
Schnittstellen lassen sich beispielsweise nach den Merkmalen Übertragungsgeschwindigkeit, serielle oder parallele Datenübertragung oder auch uni- oder bidirektionale Übertragung klassifizieren. Bei seriellen Schnittstellen werden die Datenbits nacheinander übertragen. Bei parallelen Schnittstellen werden mehrere Bits auf mehreren Leitungen (häufig 8) gleichzeitig übertragen, was im Regelfall schneller geht. Unidirektionale Schnittstellen ermöglichen den Datentransport nur in einer Richtung, während bidirektionale Schnittstellen einen Datenaustausch in beiden Richtungen zulassen.
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